Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen sind durch rezidivierende Krankheitsschübe gekennzeichnet. Im Gegensatz zu anderen Darmerkrankungen treten chronisch-entzündliche Darmerkrankungen ohne einen erkennbaren Grund (z.B. Nahrungsmittelunverträglichkeiten, virale oder bakterielle Infektionen) auf. Die häufigsten chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen sind Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Die Zahl der Betroffenen nimmt ständig zu.
In der Pathogenese chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen wird die Beteiligung genetischer Faktoren beschrieben. Sequenzvarianten der Gene NOD2, IL23R und ATG16L1 sind die am besten untersuchten Gene, die im Zusammenhang mit einer genetischen Disposition zur chronisch-entzündlichen Darmerkrankung beschrieben werden.
In der Therapie kommen u.a. Immunsuppressiva wie Azathioprin, 6-Mercaptopurin (siehe TPMT), Methotrexat (siehe MTHFR), antibiotisch wirksame Substanzen wie Sulfonamide (siehe NAT2) sowie TNF-α Blocker wie Infliximab und Adalimumab (siehe TNF-α) zum Einsatz.