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SLCO1B1

Die Aufnahme von Statinen erfolgt in der Leber durch membranständige OATP1B1 Proteine (OATP1B1: organic anion transport polypeptide). Diese Proteine werden durch das SLCO1B1-Gen kodiert. Im SLCO1B1 Gen sind Sequenzvarianten lokalisiert, die mit einem reduzierten hepatozellulären Transport von Statinen assoziiert sind, von denen insbesondere eine Genvariante zu einer reduzierten Statinaufnahme führt. Diese Genvariante liegt mit einer Häufigkeit von bis zu durchschnittlich 25% bei Menschen der europäischen Bevölkerung vor.

 

Gleichzeitig führt die reduzierte Statinaufnahme in das Lebergewebe zu einem erhöhten Plasma- und Gewebespiegel im Körper, mit dem Risiko einer Statin-bedingten Toxizität und muskeldegenerativen Prozessen. Im ungünstigsten Fall resultiert daraus eine Myopathie oder Rhabdomyolyse. Auch die gleichzeitige Einnahme von Medikamenten, die eine Statintherapie ungünstig beeinflussen, können das Risiko erhöhen.

 

Die Genvariante des SLCO1B1 Rezeptors ist nicht nur für das Ansprechen und das Auftreten unerwünschter Arzneimittelwirkungen bei einer Statintherapie von pharmakologischer Bedeutung. Ebenfalls spielt der Rezeptor eine wichtige Rolle bei der Therapie mit Methotrexat. Der Plasmaspiegel als auch die therapeutische Wirkung von Methotrexat wird neben Sequenzvarianten des SLCO1B1 Gens wesentlich auch durch Varianten des MTHFR Gens beeinflusst.



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