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Mannose-bindendes Lektin (MBL2)

Mit Hilfe der Opsonierung werden pathogene Erreger erkannt und die Phagozytose eingeleitet. Mannose-bindendes Lektin ist eine Akutphase-Antwort-Protein. Niedrige MBL-Plasmaspiegel sind bei gehäuft auftretenden Infektionen im Kindesalter ein charakteristisches Kennzeichen eines genetisch bedingten MBL-Mangels. Im Rahmen einer Hepatitis C Therapie mit Interferon und Ribavirin ist die Rate der non-responder mit einem defizienten MBL2 Genotyp deutlich höher.

 

Homozygote Träger der relevanten Genveränderungen weisen einen Plasmaspiegel von <50 ng/ml auf; heterozygote Träger werden häufig erst im Rahmen einer immunsupprimierenden Therapie auffällig. Durch Bestimmung der relevanten Sequenzvarianten im MBL2-Gen kann der zugrunde liegende Haplotyp zuverlässig erfasst und auf die zu erwartende individuelle MBL-Produktion rückgeschlossen werden.



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